Du bist allein

 

Regnerischer Tag, er verlässt das Haus.

Grade aus der Tür und er bricht brechend zusammen.

Er kann nicht anders, einfach raus,

immer an der Innerste entlang.

 

Nur ein schwaches Zeichen von Leben

das noch im tiefen Gewölbe wohnt.

Er wird sich nie zur Fruchtbarkeit erheben.

Eben, es hat sich nicht wirklich gelohnt.

 

Vielleicht ist das nur ein langer böser Traum.

Wie einst gesagt wurde, es schmerzt zu sehr.

Er erinnert sich kaum und man glaubt es kaum

er setzt sich dem Leiden nicht mal mehr zu wehr.

 

Erkläre ihm den Zusammenhang der Deutung.

Die Gewässer fließen hoch zu den Wolken.

Alles ein Produkt der Verleugnung.

Wo sind nun jene die einst wollten?

 

Auch die letzte Hoffnung auf Licht ist dahin,

es fehlt dem ganzen einfach an Stärke.

Auf der Strecke zurück bleibt der Sinn,

da ich nun für ihn die Fronten verhärte.

 

Die Klaustrophobie setzt ein.

Tastende Hände greifen ins Nichts.

Er wird noch lange um Hilfe schreien

und noch lange weinen ums verlorene Licht.

 

Du bist allein.

Du bist allein.

Du bist allein.

Du bist allein.

 

© Steven Krogmann