In irgendeiner Nacht

In irgendeiner Nacht

Die Erschleichung der Wege in einer dunkeln Nacht,
regungslose Stunden allein im Busch verbracht.
Ein knacken, er schaut sich Atemlos um.
Es ist weit und breit nichts und niemand zu sehen.
Jetzt abzubrechen ist nicht drin und wäre dumm.
Zeit geräuschlos weiter zu gehen.

Die Nacht und der Schatten sind seine besten Freunde.
Er steht kurz vor der Erfüllung seiner Träume.
Tänzerisch balanciert er über die Gleise,
bis er vor dem Objekt seiner Begierde steht.
Er Atmet durch, ist noch einmal leise,
bis er fest entschlossen zu werke geht.

Vorsichtig setzt er seinen Rucksack ab,
wenn es zu laut klimpert wird er noch ertappt.
Er zieht sich Handschuhe an
und kramt ein paar Caps heraus.
Nun ist es Zeit anzufangen.
Nach dem ersten Strich gibt es kein zurück, jetzt muss es raus.

Er zieht die ersten Konturen als hätte er nie was anderes getan.
Setzt das FillIn in den unterschiedlichsten Farben.
Cans und Caps wechselt er ständig.
Ungesehen folgt er seinen Plan.
Er hält inne, ist still und hemmt sich,
geht ein Stück zurück und betrachtet von weitem seinen Namen.

Hier und da wird noch Farbe auf den Zug gebracht.
Nach den letzten Highlights ist nun genug gemacht.
Schnell und leise packt er zusammen.
Die Freude ist groß als er das Foto schießt.
Im Blitzlicht wirkt sein Werk wie in Flammen.
Es ist allein der Augenblick den er genießt.

© Steven Krogmann

6.3.08 13:54

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