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Farben Formen Worte

Farben Formen Worte

Der Morgen früh, ich schrecke auf.
Farben, Formen, Worte in meinen Kopf.
Benommen greif ich der Gelegenheit am Schopf,
nehme die schmerzenden Finger in Kauf.
Blende die Welt aus und schreibe es auf.

Ich steige auf zum Herrscher der Option,
ein kleines Flämmchen gibt mir die Kraft.
Habe die Worte auf der Jagd in Sicherheit gebracht
und forme mir daraus einen strahlenden Thron.
Verschiedene Farben geben der Situation den richtigen Ton.

Ist der Stift ergriffen ist die Tür offen.
Schaue mich um und gehe fort.
Ich mache die ganze Welt zu meinen Hort.
Fühle mich gut, es gibt nur das Beste zu hoffen,
habe die Ernüchterung im Meer ersoffen.

Bleibe nicht auf den Wegen, gehe querfeldein,
stampfe durchs Unterholz und steige über Gebäude.
Farben, Formen und Worte sind meine besten Freunde.
Mein lebenlang zeichnen und schreiben,
sie werden immer bei mir bleiben.

© Steven Krogmann

6.3.08 13:13, kommentieren

Insekt

Insekt

Oh, wie verräterisch du kleines Insekt,
ohne Gegenwehr gibst du deine Geheimnisse preis.
Nun sage mir auch, wo hast du mein Gewissen versteckt?
Ruhig, schreie nicht so, spreche doch leis.

Sum noch mal an mein Ohr vorbei
und freundchen, ich kann für nichts mehr garantieren.
Ich drehe durch und veranstalte eine riesen Sauerei
und dann lasse ich dich, dich selbst ruinieren.

Ich vereise dich, mit flüssigen Gas
und bringe Reinigungsmittel in deine Blutbahn.
Hier nur ein Ratschlag, glaube nicht das waŕs,
ich tobe vollends im Blutwahn.

All das kannst du mit deinem Schweigen verhindern,
halte still, und du hast keine Schmerzen zu lindern.
Wir können zeitgleich miteinander leben,
ohne ab- und durchzudrehen.

© Steven Krogmann

1 Kommentar 6.3.08 13:50, kommentieren

Welkes Blatt

Welkes Blatt

Welkes Blatt, warum verlässt du mich?
Komme doch zurück, in meine Hände.

© Steven Krogmann

6.3.08 13:52, kommentieren

Für die Freiheit der Gefühle

Für die Freiheit der Gefühle

Staubige Wege, begangen von Verkommenheit,
alles schweigt, in Angesicht solcher Kreaturen.
Wälze Suren, lese von Siddharthás Vollkommenheit,
alles Leid bleibt zurück, in meinen tiefen Spuren.

Ich halte ein, bringe das Böse zum Schweigen,
wir treiben, gegen alle Gesetze den Berg hinauf.
Wandel im Lauf, die Sprachlosigkeit will schreiben,
will dir zeigen, der Verstand zeigt die Grenzen auf.

Wir vergessen, schweben in unseren Empfindungen,
in allen Windungen, geht die Vernunft verloren.
Zum fühlen geboren, die versprochenen Linderungen,
schreien aus kräftigen Lungen:”Wir lassen uns unsere Gefühle durch keine Macht der Welt verbieten”.

© Steven Krogmann

6.3.08 13:53, kommentieren

In irgendeiner Nacht

In irgendeiner Nacht

Die Erschleichung der Wege in einer dunkeln Nacht,
regungslose Stunden allein im Busch verbracht.
Ein knacken, er schaut sich Atemlos um.
Es ist weit und breit nichts und niemand zu sehen.
Jetzt abzubrechen ist nicht drin und wäre dumm.
Zeit geräuschlos weiter zu gehen.

Die Nacht und der Schatten sind seine besten Freunde.
Er steht kurz vor der Erfüllung seiner Träume.
Tänzerisch balanciert er über die Gleise,
bis er vor dem Objekt seiner Begierde steht.
Er Atmet durch, ist noch einmal leise,
bis er fest entschlossen zu werke geht.

Vorsichtig setzt er seinen Rucksack ab,
wenn es zu laut klimpert wird er noch ertappt.
Er zieht sich Handschuhe an
und kramt ein paar Caps heraus.
Nun ist es Zeit anzufangen.
Nach dem ersten Strich gibt es kein zurück, jetzt muss es raus.

Er zieht die ersten Konturen als hätte er nie was anderes getan.
Setzt das FillIn in den unterschiedlichsten Farben.
Cans und Caps wechselt er ständig.
Ungesehen folgt er seinen Plan.
Er hält inne, ist still und hemmt sich,
geht ein Stück zurück und betrachtet von weitem seinen Namen.

Hier und da wird noch Farbe auf den Zug gebracht.
Nach den letzten Highlights ist nun genug gemacht.
Schnell und leise packt er zusammen.
Die Freude ist groß als er das Foto schießt.
Im Blitzlicht wirkt sein Werk wie in Flammen.
Es ist allein der Augenblick den er genießt.

© Steven Krogmann

6.3.08 13:54, kommentieren

Geschenkt

Geschenkt

Großes Ego, setze ich mal voraus
Randale, ohne Angst vor Konsequenzen
Aus dem öden Alltag heraus
Frontale Highlights, die prächtig glänzen
Für die Meisten immer noch verpönt
Individuelle Grenzen, werden gesprengt
Terror, der im Kopf kräftig dröhnt
Ich sag einfach mal GESCHENKT.

© Steven Krogmann

6.3.08 13:55, kommentieren

Die Suche


Die Suche

Ein einsamer Vogel gleitet durch die Nacht,
ist auf der Suche.
Er hat den Tag mit Schlafen verbracht,
um alleine zu schreiben.
Sein Weg führt durch die Ungewissheit,
wie in seinem Buche.
Solange seine Freiheit vermisst bleibt,
wird er darunter leiden.

Leichtfertig vergeudet er seine kostbare Zeit,
um Empfindungen zu formen.
Nicht selten ist das Schreiben alles was ihm bleibt,
er verehrt jeden Buchstaben.
Sein persönliches Zeichen, hinterlässt er allerortes,
als müsste er die Welt versorgen.
Er hat den Eid geleistet, ist ein Jünger des Wortes,
und sucht nun seinen Namen.

© Steven Krogmann

25.3.08 13:48, kommentieren